Widerrufsrecht bei einer Verbrauchermesse Wer als Besucher einer Verbrauchermesse vor Ort einen Kaufvertrag abschließt, ist daran gebunden und kann sich in der Regel nicht auf das 14 tägige Widerrufsrecht wie bei Haustürgeschäften berufen. Es handelt sich also um einen ganzen normalen Einkauf, wie in jedem anderen Einkaufgeschäft. Ausnahmen gibt es immer bei Ratenkäufe. Eine Verkaufsmesse ist keine Freizeitveranstaltung im rechtlichen Sinne. Dazu müssen Freizeit- und Verkaufsangebot der Veranstaltung so miteinander verbunden sein, dass der gewerbliche Charakter verdrängt wird und der Kunde sich infolge der freizeitlich unbeschwerten Stimmung dem Angebot nicht entziehen kann. BGH 2003-10-28 X ZR 178/02 Gemäß § 312 Abs. 1 Nr. 2 BGB besteht ein Widerrufsrecht dann, wenn der Vertragsschluss auch im Interesse des Unternehmers durchgeführten Freizeitveranstaltung vorgenommen wurde. Das ist der Fall, wenn für den Verbraucher das Freizeiterlebnis im Vordergrund steht. Dabei muss der Unterhaltungswert vom eigentlichen Verkaufs- oder Werbezweck der Veranstaltung ablenken. Keine Freizeitveranstaltungen in diesem Sinne sind markt- oder messeähnliche Veranstaltungen, die der Verbraucher nicht wegen des Freizeitwerts, sondern wegen des Warenangebots aufsucht. Freizeitveranstaltungen in diesem Sinne sind hingegen z. B. Ausflugsfahrten, Kaffeefahrten, Gewinnspielveranstaltungen, Modenschauen usw. Verträge auf Messen sind bindend Unterzeichnet man auf einer Messe einen Kaufvertrag, gibt es kein Zurück. Im Jahr 2002 hat der Bundesgerichtshof ein gesetzliches Widerrufsrecht bei auf Messen geschlossenen Kaufverträgen verneint. Man kann sich aber in beiderseitigem Einverständnis ein 14 tägiges Widerrufsrecht einräumen lassen. (schriftlich). Es handelt sich nicht um ein "Haustürgeschäft“. Das  ergibt sich bereits aus der Tatsache, dass nicht der Verkäufer aktiv auf den Käufer zukommt, sondern der Käufer aus freien Stücken die Messe und auch die Messestände von sich aus besucht. Wann liegt ein Kaufvertrag vor? Der Kaufvertrag ist ein gegenseitiger Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer. Der Verkäufer verpflichtet sich, die Kaufsache dem Käufer herauszugeben und ihm das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Käufer verpflichtet sich im Gegenzug durch den Kaufvertrag, die Kaufsache an sich zu nehmen und den vereinbarten Preis zu zahlen.  Ein Vertrag besteht aus Angebot und Annahme: Eine Seite macht ein Angebot und die andere Seite muss nur noch zuzustimmen (Annahme). Der Kauf kann auch durch schlüssige Handlungen erfolgen. Wenn Sie die Sachen auf ein Laufband legen, geben Sie ein Angebot ab, die Sachen zu dem ausgezeichneten Preis zu kaufen. Die Verkäuferin tippt die Preise in die Kasse ein und schiebt sie weiter, sie nimmt das Angebot an.  Waren in Schaufenstern, Lebensmittel auf Speisekarten usw. sind keine Angebote. Es handelt sich bei solchen Ausstellungen nur um eine Einladung, ein Angebot abzugeben.
Fixtermin Schadensersatz Verschwiegenheitsvereinbarung Ware zurückgeben Haustürgeschäft Rücktrittsrecht Unternehmensformen Gebrauchtwagenkauf AMK Anwälte amk logo zu klassische Webseite wechseln Ratgeber Impressum Kontakt sofort zum Download als CD per Post......... Ratgeber Vertragsrecht mehr als 40 Formulare, Verträge und Musterschreiben Besteht Anspruch auf Prozesskostenhilfe/Verfahrenskosten Anwalts- und Gerichtskostenrechner
statt  19,80 € jetzt nur 12,30 €
    “Vertragsrecht Komplettpaket”    (Ratgeber, Programme und Formulare)
Komplettpaket Vertragsrecht Sonderaktions- Woche!
noch 6 Pakete zum Sonderpreis verfügbar