Abmahnung an Arbeitbehmer Änderungskündigung Fristen Anspruch auf Abfindung Anspruch auf Sonderurlaub Anspruch auf Teilzeitarbeit
Wer arbeitsunfähig ist, hat Anspruch auf Lohnfortzahlung für die Dauer von sechs Wochen. Das gilt auf für 450 Euro Kräfte. Auch diese haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.    Ab dem 43. Krankheitstag zahlt die Krankenkasse. Urlaub: Auch 450 Euro-Jobbern steht der gesetzliche Mindesturlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz (24 Werktage) zu. Legt ein Arbeitnehmer seinem AG ein ärztliches Attest vor, nach welchem er arbeitsunfähig ist, ist das ein Beleg, dass der Arbeitnehmer tatsächlich krank ist. Hat ein Arbeitgeber aber Zweifel kann er den Arbeitnehmer auffordern, sich beim Vertrauensarzt vorzustellen. Entzieht sich der Arbeitnehmer einer fachärztlichen Untersuchung z.B. durch eine zuvor erklärte Eigenkündigung, kann der Arbeitnehmer seinen Anspruch auf Lohnfortzahlung verlieren, weil der Beweiswert des vorgelegten Attests  dadurch erheblich erschüttert ist. Urteil des LAG Hamm. Es reicht aus, wenn ein Arbeitnehmer am Anfang einer Erkrankung eine Erstbescheinigung des Arztes vorlegt. Das genügt aber dann nicht, wenn der Arbeitnehmer schon sechs Wochen krank war. Ein neuer Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für weitere sechs Wochen besteht nur, wenn nachweisbar eine neue Erkrankung vorliegt. Der Arbeitnehmer hat deswegen auf Verlangen seines AG seinen Arzt von der Schweigepflicht zu entbinden um dadurch die Feststellung zu ermöglichen, ob eine neue und nicht nur eine Fortsetzung der vorangegangenen Erkrankung vorliegt.  Urteil des LAG Hamm Wer also mehr als 6 Wochen mit der gleichen Erkrankung arbeitsunfähig ist, erhält nach 6 Wochen, Krankengeld von der Krankenkasse. Krankgeschriebene Arbeitnehmer können den Anspruch auf Lohnfortzahlung verlieren, wenn sie die Krankheit grob fahrlässig selbst verursacht haben. Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main Die Anweisung des Arbeitgebers, dass die Meldung bereits ab dem ersten Krankheitstag vorzulegen ist, unterliegt der Mitbestimmung des Betriebsrats nach § 87 I 1 BetrVG.  Der Arbeitnehmer muss in Bezug auf seine Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitgeber nach bestem Wissen und Gewissen alle notwendigen Auskünfte erteilen, damit der Arbeitgeber die Frage der Entgeltfortzahlung beurteilen kann. Nach § 5 Abs. 1 EFZG ist jeder Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Der Arbeitnehmer muss am ersten Tag der Erkrankung den Arbeitgeber informieren. Die Meldung muss unverzüglich mündlich, telefonisch oder auch per Fax erfolgen.

Die Krankmeldung kann auch durch

Angehörige oder Arbeitskollegen

erfolgen.

Schreibt der Arzt den Arbeitnehmer krank, hat der Arbeitnehmer den Arbeitgeber unverzüglich hiervon in Kenntnis zu setzen. Von Verlängerungen der Krankschreibung ist der AG auch unverzüglich zu informieren. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage, muss der Arbeitnehmer ein Attest über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens am vierten Tag der Arbeitsunfähigkeit vorlegen. Der Arbeitnehmer muss eine neue Krankschreibung vorlegen, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger andauert, als im Attest zunächst vorgesehen. Über die Erkrankung selbst müssen keine Angaben gemacht werden.  “Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen müssen  erst am vierten Krankheitstag vorliegen. Doch dürfen Arbeitgeber eine davon abweichende Regelung treffen und die Meldung zum Beispiel schon am ersten Krankheitstag einfordern,  Landesarbeitsgericht Schleswig- Holstein. Ist also nicht in einer Betriebsvereinbarung, Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag geregelt, wann die Krankmeldung vorzulegen ist, reicht es, wenn die Krankmeldung innerhalb von 3 Tagen dem AG vorliegt.  Fordert der AG aber über eine Betriebsvereinbarung, dass die Krankmeldung schon am 1. Tag vorzuleg en ist, dann muss sich der Arbeitnehmer auch daran halten. Die Information selbst, dass der Arbeitnehmer krank und arbeitsunfähig ist, muss dem AG schon am ersten Krankheitstag mitgeteilt werden. Auch wenn ein Arbeitnehmer seine Meldung zu spät an seine Kasse schickt, muss diese trotzdem nach sechs Wochen, nach Ablauf der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber das Krankengeld zahlen. Der AG hat kein Recht zu erfahren, welche Krankheit seinen Mitarbeiter haben. Aufgrund des Datenschutzgesetzes darf auch die Krankenkasse keine Auskunft an den Arbeitgeber geben.

Krank im Urlaub

Die Krankheit ist auch hier ab dem ersten Tag zu melden und ein ärztliches Attest muss vorgelegt werden. Auch bei Urlaub im Ausland. Wer im Urlaub krank gemeldet ist, erhält seine Urlaubstage gutgeschrieben. Nur, darf er diese Urlaubstage dann nicht einfach an den Urlaub anhängen. Diese Selbstbeurlaubung kann Folgen, wie eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung, haben. Der AG ist auch verpflichtet, andere Mitarbeiter vor Krankheiten zu schützen. Wenn die Mitarbeiter krank sind, muss der Arbeitgeber sie nach Hause schicken. Erst  einmal zu eigenen Schutz aber auch zum Schutz der andere Mitarbeiter, damit diese nicht angesteckt werden können. Es ist ein Irrglaube, dass man wegen Krankheit nicht gekündigt werden kann. Krankheit schützt nicht vor Kündigung. Es kann sogar während einer Krankschreibung gekündigt werden.

Krankgeschrieben, Was ist erlaubt?

Wer krankgeschrieben ist, muss nicht ganzen Tag im Bett oder zu Hause bleiben. Es kommt immer auf die Krankheit an, was erlaubt ist. Wenn ein Arbeitnehmer krangeschrieben ist, muss er dafür sorgen, dass sich sein Gesundheitszustand verbessert. Er darf also alles machen, was - laut Arzt- einer Genesung nicht im Wege steht. Der AG muss beweisen können, dass es dem Arbeitnehmer schadet, wenn er in den Urlaub fährt, Sport treibt oder spazieren geht. Dafür darf er ein medizinisches Gutachten verlangen. Wer wegen einer Erkältung krankgeschrieben ist, sollte aber keinen Sport treiben. Denn das, kann sich negativ auf die Genesung auswirken. Es zählt aber immer in erster Linie, wie ein Arzt das beurteilt. Wenn der Arzt keine Bettruhe verordnet, darf man spazieren gehen, einkaufen und alles andere, was der Genesung nicht im Wege steht. Kinobesuche oder Friseurbesuche sollten aber verschoben werden.
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