Eine Arbeitnehmerin, die aus dem Elternurlaub zurückkommt, hat keinen Anspruch auf Teilzeitarbeit, wenn sie vor dem Urlaub eine Vollzeitstelle besetzt hat. Teilzeitarbeit müsste mit dem Arbeitgeber neu vereinbart werden. Einen generellen Anspruch auf Teilzeitarbeit gibt es nämlich nicht! Hat der Arbeitgeber daran kein Interesse, müsste die Arbeitnehmerin weiterhin ganztags arbeiten oder selbst kündigen. Arbeitnehmer, die erstmals nach Ende der Elternzeit wieder in Teilzeit arbeiten wollen, haben grundsätzlich die Möglichkeit, bereits während der Elternzeit eine Verringerung der Arbeitszeit zu beantragen, wenn das Arbeitsverhältnis bereits mindestens sechs Monate bestanden hat. Neu ist aber: Wer seit dem 1. Januar 2019 einen Arbeitsvertrag in Teilzeit abschließt,  und in einem Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern arbeitet, kann das Recht von Rückkehr auf Vollzeit einfordern. Kleinstunternehmen sind von den neuen Regelungen aber nicht betroffen und auch Mittelständler mit 45 bis 200 Angestellten müssen diesen Anspruch nur einem von 15 Mitarbeitern gewähren. Teilzeitarbeit während der Elternzeit ist bis zu einer Erwerbstätigkeit vom maximal 30 Stunden pro Woche für jeden Elternteil möglich. Über den Antrag auf eine Verringerung der Arbeitszeit  sollten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber innerhalb von vier Wochen einigen. In so einem Antrag sollte auch die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit geregelt sein. Eine Ablehnung der beanspruchten Verringerung der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber muss innerhalb von vier Wochen schriftlich erfolgen. Dagegen kann der Arbeitnehmer vor einem Arbeitsgericht klagen. Einen grundsätzlichen Anspruch auf Teilzeitarbeit haben Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis mehr als sechs Monate bestanden hat und deren Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer spätestens einen Monat vor dem gewünschten Teilzeitbeginn schriftlich mitteilen, ob er der Teilzeit zustimmt oder nicht. Erwerbstätige Eltern, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen, haben Anspruch auf Elternzeit nach dem Elterngeldgesetz. Der Arbeitgeber hat mit dem Arbeitnehmer die gewünschte Verringerung der Arbeitszeit (Teilzeitarbeit) mit dem Ziel zu erörtern, zu einer Vereinbarung zu gelangen. Sie müssen den Anspruch auf Teilzeitarbeit mindestens 3 Monate vor Beginn (am besten schriftlich) geltend machen. Der Arbeitgeber kann den Wunsch auf  Teilzeitarbeit nach der Elternzeit nicht einfach pauschal ablehnen. Der  Arbeitgeber soll den Teilzeitwunsch respektieren und versuchen eine einvernehmliche Lösung zu finden. Ist das nicht möglich, dann ist auch eine gerichtliche Durchsetzung des Teilzeitanspruchs möglich. Den Antrag auf Teilzeitarbeit nach der Elternzeit und den Antrag auf Teilzeitarbeit während der Elternteilzeit erhalten Sie in unserem Ratgeber.

Teilzeitarbeit während der Elternzeit

Erwerbstätigkeit während der Elternzeit ist in drei Varianten möglich: als Teilzeitarbeit beim bisherigen Arbeitgeber, als Teilzeitarbeit bei einem anderen Arbeitgeber, als Teilzeitarbeit mit selbstständiger Tätigkeit. die Tätigkeit darf 30 Stunden pro Woche nicht überschreiten Ein zu kurzfristig gestelltes Teilzeitverlangen, das die Ankündigungsfrist nicht wahrt, ist der Auslegung zugänglich. Es kann so ausgelegt werden, dass es sich hilfsweise auf den Zeitpunkt richtet, zu dem der Arbeitnehmer die Verringerung frühestmöglich verlangen kann. Der Antrag muss drei Monate vor dem gewünschten Beginn der Teilzeitarbeit gestellt werden. Wird der Antrag im Rahmen der Elternzeit gestellt, verkürzt sich die Frist auf sieben Wochen.

Ein Antrag auf Teilzeitarbeit kann

außerhalb der Elternzeit nur einmal alle

zwei Jahre gestellt werden.

Zahlt der Arbeitgeber Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, so haben auch Mitarbeiter in Teilzeit darauf einen Anspruch. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts darf der Arbeitgeber das Urlaubsgeld aber anteilig entsprechend der Arbeitszeit kürzen (BAG,)
Antrag auf Teilzeitarbeit beim Arbeitgeber
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